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Donnerstag, 19. 10. 2017, 00:00 Uhr
Müllabfuhr Restmüll & Papier
Sonntag, 22. 10. 2017, 09:00 Uhr -
Rosenkranz / Singmesse
Dienstag, 24. 10. 2017, 19:30 Uhr -
Abendmesse
Donnerstag, 26. 10. 2017, 09:30 Uhr -
SIngmesse / Nationalfeiertag

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 Letzte Kommentare

  • Aichau Minimundus alpinus

    Helga Walchshofer 15.10.2017 10:35
    Robert, wie immer, so originelle Beiträge. Du machst Aichau zu einem Glücksdorf, in dem die Romantik ...

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  • Sonnwendfe[u|i]er

    Peter M 27.06.2017 14:33
    Dem launigen Text und den wunderbaren Fotos nach zu schließen, war es ein gelungenes und sehr ...

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  • Leuchtturm in Not

    Robert 28.04.2017 13:04
    Sinnlos, der würde es sowieso nur als Fake News bezeichnen. Sowie den Leuchtturm als Fata Morgana.

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williHerbst2017 1

Vergänglichkeit

Im Zuge unsere Ahnenforschungen sind wir auf diese berührenden Worte im Matrikenbuch der Pfarre Ebersdorf gestoßen. Dabei handelt es sich um den Nachruf für Pfarrer Josef Mühlner, der von 1925 bis 1933 in der Pfarre Ebersdorf tätig war.
Originaltext
kirche ebersdorf„Allen war er alles geworden.“ Obwohl schon immer schwer leidend, schonte er sich nicht und er leitete Kirche und Verein bis zur Erschöpfung. 4. April 1932 ging er zur Bauch- und Magenoperation nach Wien. Die Magenoperation wurde nicht mehr ausgeführt: zu spät. Nach Verheilen der Operationswunde suchte er in Eggenburg, Schärding, Bockfließ bei Wien Genesung. Ende September kam er zurück nach Ebersdorf, um dem Kooperator die Teilnahme an den Feierlichkeiten in Haag zu ermöglichen, blieb aber dann bis Mitte Dezember, eine immer mehr verfallende Ruine, und fuhr, weil ihn Untätigkeit, Unfähigkeit in der Seelsorge zu sehr bedrückte, unvermutet rasch zurück nach Eggenburg, wo er bald nach dem Spital verlangte, um – wieder ganz gesund zu werden, nach Rom fahren zu können. Seine Umgebung, seine Loisi Lechner, erwarteten jeden Augenblick sein Erlöschen. ½ 2 Uhr früh bat er: „Bitte Wasser“, trank, sank zurück und war tot.
Die Pfarre hielt ortschaftenweise vom 21. Auf 22. Februar die ganze Nacht hindurch Totenwache. Gegen tausend Personen, 24 Priester, Bh. Fritz u. Behörden gaben das letzte ehrende Geleit. In der kurzen Zeit von kaum acht Pfarrerjahren wurde in Leiben der Turm erneuert, die Glocken angeschafft in Ebersdorf, die Feuerwehr Lehen, Kriegerkameradschaftsverein mit dem Denkmal verdankt Pfr. Mühlner einen Großteil seines Werdens. Das große Vermögen, das er erbt – er hieß, bevor er nach Ebersdorf kam – Goldonkel – das ging in der Inflation verloren, verbrauchte sich im Wohltun. Wo immer er hinkam und wiederkam, fand er dankbare Arme. Trotz allem – seine Krankheit, die ganz besonders seinen Geist vorschnell ermüdete und lähmte, ließ ihn nicht das sein, was er wollte. Er wollte mehr noch, als er konnte – Es wird schwer sein, ihm als Pfarrer nachzufolgen. Für Gott leben und die Seelen, das tat er. Damit wird auch jeder andere in seiner Art genügen –
Regem, ani omnia vicunt, venite adoremus!