FERIENDORF AICHAU

Komm zu uns

Krankentransport

TransportsesselDas Tagesdatum ist eigentlich ohne Bedeutung, soll aber zum Anfang der Geschichte genannt werden, warum denn nicht? Es ist Sonntag, der 6.Oktober 2013 nachmittags. Ich rufe bei der RKStelle in Melk wegen eines Krankentransportes für Montag von Aichau nach St. Pölten an. Nach geraumer Zeit meldet sich jemand und ich werde an die Notrufnummer 144 verwiesen und solle nur sagen, dass es kein Notfall wäre, sondern sich nur um einen Krankentransport handle. Also rufe ich 144 und komme sofort dran. Nachdem die notwendigen Informationen über von wo nach wohin und Zeit ausgetauscht und mitgeteilt sind, kommt die Frage sitzend oder liegend. Ich sage sitzend. Damit endet das Gespräch.


Montag gegen 9 Uhr: Ich warte schon auf der Terrasse, da kommt aus Richtung Eitenthal ein Rettungswagen daher. Warum ein Rettungswagen und nicht eine normale Limousine, die sie doch auch für solche Zwecke haben? Uns wurde gesagt, mit Tragsessel. Na gut. Und warum kommt ihr aus Richtung Eitenthal? Das hat uns das Navi angezeigt. Na bitte. Ich dirigiere sie dann auf dem kürzeren und weniger kurvenreichen Weg über Leiben ins Weitental zurück und wir holen noch eine weitere Patientin aus Hain ab. Der Fahrer fährt bis ans Ortsende Richtung Emmersdorf, wendet dort und bleibt beim vorletzten Haus stehen. Wäre er gleich dort stehen geblieben, hätten wir geradeaus nach Emmersdorf fahren können und uns nicht wieder durch den Ort und die scharfen Serpentinen nach Luberegg zwängen müssen. Dann geht es endlich nach dem Kreisverkehr über die Donaubrücke. Welche Straße werden wir nehmen? Die kürzere B1, oder die mit An – und Abfahrten längere und in St. Pölten mit wesentlich mehr Ampeln bestückte A1? Richtig geraten, wir nehmen die A1, da kann man  ja so richtig aufs Gas drücken. Schneller sind wir dadurch auch nicht, weil zwischen Melk und Loosdorf eine Baustelle mit Tempo 80 den Schnitt drückt. Schließlich erreichen wir das Landesklinikum zur vereinbarten Zeit um 10 Uhr.

Die Fragen und Diskussionen wegen des Transportscheines lasse ich hier geflissentlich weg. Diese sind ein eigenes Kapitel wert.
Meine Gedanken dazu: Zivildienst ist ja eine sehr lobenswerte Sache, beim Bundesheer lernt man zwar nicht sehr viel, wenigstens aber Kartenlesen und Orientierung im Gelände. Das könnte auch den Zivis nicht schaden. Heute lässt man das Navi für sich denken.