FERIENDORF AICHAU

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Projekt Aidomu

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Vor einigen Wochen war unser aller Dorfherold Carolus zur Eröffnung des „KLEMUWA“, des kleinsten Museums des Waldviertels eingeladen. Es handelt sich dabei um ein ehemaliges Wartehäuschen der Bahnlinie Martinsberg - Zwettl, das von der Langschlager Dorfbevölkerung liebevoll renoviert wurde und dessen Innenraum nun für Ausstellungen genutzt wird und bereits einiges Sehenswertes zu bieten hat.
Und schon reifte in unserem Karl eine Idee heran: Was die Langschlager können, das können die Aichauer schon lange! Schnell weckte ein kleines, älteres Gebäude gegenüber der Aichauer Kapelle sein Interesse. Das sogenannte „Waag-Häusl“, dessen bemoostes Dach zwar einen romantischen Anblick bietet, der jedoch von zentimeterdicken Plakatschichten auf dem alten Holztor und der kaputten Fensterscheibe getrübt wird.
30.mai
Kapitel 1


Alle die unseren Karl kennen, wissen, dass es für ihn kein Halten mehr gibt, sobald er von seiner Idee überzeugt ist. Also machte sich Karl auf die Suche nach Mitstreitern, wurde jedoch für’s Erste nicht so recht fündig. Hinzu kam noch, dass das Grundstück auf dem besagtes „Waag-Häusl“ steht, im Besitz von zwei Eigentümern ist, noch komplizierter machte die Angelegenheit, dass es vier Nutzungsberechtigte für die Wiegeanlage gibt. Tapfer ertrug er es, belächelt zu werden und musste auch lernen damit umzugehen, dass sich auch Widerstand regte.
Karl packte den Stier bei den Hörnern und lud die Dorfbewohner am 30. Mai 2015 kurzerhand zum „Kick-Off-Meeting“ oder auch „Baustelleneröffnungsfest“. Er entwarf vor dem geistigen Auge der Gäste ein renoviertes Waag-Häusl, frisch geweißt, mit neuen Dachziegeln eingedeckt. Der Innenraum würde von Spinnweben und Staub befreit mit der aufpolierten Waagevorrichtung in neuem Glanz erstrahlen und somit seine ursprüngliche Funktion beibehalten. Die Wände würden mit Bildern gestaltet werden, während die Besucher weitere Informationen über Aichau einst und jetzt erhalten würden. Der Platz neben dem neuen AIDOMU würde, ausgestattet mit Tisch und Bänken und mit Blumenschmuck versehen, zu einem Ort der Kommunikation werden, sozusagen ein Ersatz für das einst verbreitete „Milchbankl“.
Gulasch„Durch's Reden kommen die Leut' z'samm“, sagt man und so kam es auch dazu, dass letztendlich ein gemeinsamer Nenner gefunden werden konnte.
War es jedoch geplant, im Anschluss an die Bewirtung mit Gulasch und Bier schnurstracks mit den ersten Arbeiten zu beginnen, stellte sich bald heraus, dass sowohl die zu behebenden Schäden etwas größer waren als auch die Organisation noch Schwächen hatte und darüber hinaus auch das Wetter nicht mitspielte. Vielleicht sollten sich die Aichauer eher an das Motto „Zuerst die Arbeit und dann das Vergnügen“ halten? Es wurde vertagt.

Kapitel 2

Drei Wochen später spielte die Glücksgöttin unserem lieben Karl einen kleinen Streich. Sie vermischte die Lose anlässlich der Tombola bei der Sonnwendfeier so, dass unser zukünftiger Museumsdirektor den Hauptpreis gewann, nämlich den Maibaum.transport
Karl jedoch sah darin eine Chance, den Fortschritt des Aidomu voranzutreiben. Er bekundete seine Bereitschaft, den gewonnenen Maibaum zur Herstellung des benötigten hölzernen Baumaterials für die Renovierungsarbeiten bereitzustellen und lud ursprünglich zu einem Samstag-mittäglichen Treffen, das jedoch aus terminlichen Gründen auf den Abend verlegt werden musste.
Mit vereinten Kräften wurde der Maibaum umgelegt und in für Karls Gefährt passende Stücke zerlegt, die er flott nach Hause chauffierte. In Willi’s Garage erhielten die Dorfbewohner Schutz vor dem Regen und wurden mit Krautsuppe (nochmal sei hier betont: von Karl eigenhändig gekocht!!!) sowie ungarischem Pörkölt gelabt. Es gab Bier und Limo und natürlich auch Kuchen.

Fortsetzung folgt.